Nour Sokhon ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin aus dem Libanon. Ihr künstlerisches Schaffen ist von dem Wunsch geleitet, ihr Publikum in eine immersive, allumfassende Welt eintauchen zu lassen. Von der Annahme überzeugt, dass Interaktivität der Schlüssel zur Einbeziehung der linken und rechten Gehirnhälfte ist, untersucht sie kontinuierlich das Potenzial einer raum-zeitlichen Erfahrung in kreativen Kontexten.
Sokhons Engagement in verschiedenen künstlerischen Feldern wie Performance, Film, Installation und Klangkomposition ermöglicht es ihr, quantitative Daten zu sammeln und verschiedene Methoden raum-zeitlicher Erfahrungen zu erproben. Ihre laufenden Forschungen haben sie zu der Schlussfolgerung gebracht, dass der Klang - da er zeitbasiert ist und nicht durch einen visuellen Rahmen eingeschränkt wird - eines der mächtigsten Medien ist, um die Betrachter*innen in ein Reich der Abstraktheit zu versetzen. Die fluide Natur des Klangs, seine intensive Kraft, Emotionen auszulösen, und seine erwiesene Rolle für die Gedächtnisbildung, wie z.B. bei der Behandlung von Menschen mit Alzheimern, hat Nour Sokhon dazu veranlasst, den Klang als zentrales Werkzeug in ihrem kreativen Prozess einzubinden.
Je nach Wesen und Herkunft ihrer Inspiration, kombiniert sie den Klang dabei mit verschiedenen Formen und Medien. Ihre Werke wurden bereits mehrfach im Libanon (u.a. Sursock-Museum) und im Ausland (Theater Neumarkt, Zürich, SAVVY Contemporary, Berlin, Kampnagel, Hamburg) präsentiert.